Altlasten beseitigen

FAZ 05-2011

Wie Unternehmen am besten zu Windows 7 wechseln

Mit dem Service Pack 1 für Windows 7 vor der Tür werden Unternehmen jetzt das angehen, was sie schon Jahre lang vor sich herschieben: die Umstellung ihre PC-Arbeitsplätze von Windows XP auf das neue Betriebssystem von Microsoft. Dazu benötigen sie neben guter Planung auch ein passendes Werkzeug.

Es ist kein Geheimnis: Windows 7 ist das, was Windows Vista hätte sein sollen – nämlich ein würdiger Nachfolger für das inzwischen in die Jahre gekommene Windows XP. Und da Vista seine Anwender durch schwerfälliges Reaktionsvermögen, Ressourcenhunger und Dialog-Orgien fast an den Rand des Wahnsinns trieb, haben die meisten Arbeitgeber ihre PCs einfach weiterhin mit Windows XP ausgestattet und Vista ignoriert.

Innovationsstau auflösen

Diese Verweigerungshaltung mit System ersparte den Anwendern zwar in der Tat so manchen Ärger. Doch führte sie über die Jahre auch zu einer PC-Infrastruktur in Unternehmen, die mittlerweile zu einem Geschäftsrisiko geworden ist: Schlechte Sicherheit, abnehmende Unterstützung für neue Hardware und nur begrenzte Möglichkeiten zur Aufrüstung ließen Firmen in den letzten Jahren hoffnungsvoll in Richtung Windows 7 blicken. Und dieses Mal wurden sie nicht enttäuscht. Denn Windows 7 ist das geworden, was Windows Vista von Anfang an hätte sein sollen: ein modernes Betriebssystem mit einer sicheren Architektur, einer attraktiven Oberfläche sowie zahlreichen sinnvollen Zusatzfunktionen.

Ein ungeschriebenes Gesetz der Branche besagt, dass Unternehmen erst mit dem Service Pack 1 ein neues Betriebssystem einführen. Für Windows 7 steht dessen Erscheinen kurz bevor. Daher werden in diesem Jahr viele Unternehmen entweder bestehende PC-Arbeitsplätze auf Windows 7 umstellen oder das Betriebssystem zusammen mit neuen Rechnern schrittweise einführen.

Umstellung automatisieren

In der Praxis unterscheidet sich die Vorgehensweise dabei kaum. Denn Microsoft sieht kein Update eines Rechners von Windows XP auf 7 vor. Daher ist – wenn nicht von Vista auf 7 umgestellt wird – auf alle Fälle eine Neuinstallation des Betriebssystems sowie aller Anwendungen erforderlich. Wer mehrere Rechner mit Windows 7 ausstatten muss, sollte daher darüber nachdenken, diesen Vorgang mit Hilfe eines Werkzeugs zu automatisieren.

Denn durch die automatische Installation von Betriebssystem, Treibern und allen Anwendungen mit Hilfe eines so genannten Client Management-Systems (CMS) lässt sich bereits ab 20 PCs bei deren „Erstbetankung“ deutlich Zeit und Kosten sparen. Auch im weiteren Lebenszyklus von Arbeitsplatzrechnern bringt ein CMS viele Vorteile. Denn hier vereinfachen die Werkzeuge unter anderem die regelmäßige Verteilung von Updates, Patches und neuen Anwendungen. Zudem ermöglichen sie es, im Tagesgeschäft immer wiederkehrende Administrationsaufgaben wie etwa die Einrichtung von Druckern oder das Verbinden von Netzwerklaufwerken zeitsparend zu automatisieren. Sind im CMS zudem ein Helpdesk und ein Lizenzmanagement nahtlos integriert, können Unternehmen auch hier ihre Administrationsprozesse optimieren und durch die Vermeidung von Überlizensierung sogar bares Geld sparen.

Erst checken, dann rollen

Vor der Umstellung vorhandener PCs auf Windows 7 – im Fachjargon auch Betriebssystem-Rollout genannt – sollte man jedoch genauestens Bescheid wissen, ob die im Unternehmen eingesetzte Software dort auch läuft. Sonst freuen sich die Mitarbeiter zwar über eine neue schicke Benutzeroberfläche auf ihrem PC, können aber ihre Arbeit nicht mehr erledigen. Ganz allgemein sollte man den Aufwand eines solchen Migrationsprojekts nicht unterschätzen. Daher ist es hilfreich, wenn der Hersteller des dazu eingesetzten Client Management Systems selbst Praxiserfahrung mit der Umstellung auf Windows 7 hat und seine Kunden so aktiv bei ihrer Migration unterstützen kann.

Mit guter Planung und dem richtigen Client Management System wird Windows 7 für Unternehmen zum sicheren Erfolg. Wer die Migration entsprechend strukturiert angeht, kann daher Windows XP dieses Jahr endgültig in seinen wohlverdienten Ruhestand schicken.

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