Schatten-IT: Die dunkle Seite in Ihrem Unternehmen?

Nicht alles, was im Unternehmensnetzwerk zu finden ist, darf dort auch sein. Ein nicht zu unterschätzender Teil an Hard- und Software ist häufig ohne explizite Zustimmung der IT im Einsatz. Unter dem Begriff „Schatten-IT“ beschreiben IT-Profis informationstechnische Systeme, Prozesse oder ganze Organisationseinheiten, die in den Fachabteilungen neben der offiziellen IT-Infrastruktur und ohne das Wissen der IT-Fachleute verwendet werden. Diese Geräte, Programme oder Systeme unterliegen folgerichtig weder dem technischen noch strategischen IT-Service-Management.

Die Gründe für das Entstehen dieser dunklen Seite der IT sind vielschichtig: Ungeduldige Anwender, die sofort Web-Dienste oder Hard- und Software einsetzen möchten, aber auch Entwicklungen wie Cloud Computing oder BYOD (Bring Your Own Device) befeuern diesen Trend aktuell ganz enorm. Ohne organisatorische Abstimmungen zwischen den Fachabteilungen und der IT, sowie eindeutige Verantwortlichkeiten, entstehen dann im täglichen Betrieb eigene Lösungen, die direkt von den Abteilungen in das Unternehmen und damit in das Netzwerk gebracht werden.

Wer jetzt denkt „Was ist denn so schlimm daran, wenn sich die Anwender selbst helfen? Schließlich entlastet das die IT-Profis doch….“, der hat definitiv nicht weit genug gedacht! Der eigenmächtige Einsatz und unkontrollierte Nutzung dieser „dunklen Seite der IT“ birgt enorme Risiken für ein Unternehmen:

  • Die offiziell nicht unterstützte Hard- und Software unterliegt nicht den Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens (die dort hoffentlich existieren).

  • Es kann zu unkontrollierten Konflikten bei der Kompatibilität von Software, Netzwerk- oder Anwendungsprotokollen kommen.

  • Es bestehen Compliance-Probleme hinsichtlich der zumeist komplexen Lizenzierung von Software.

  • Der Abgleich von Unternehmensdaten mit „irregulären“ Speichersystemen, wie beispielsweise Dropbox, kann Integritätsprobleme hervorrufen.

Allen Problemen zum Trotz sollten IT-Abteilungen diese Systeme und Verfahren nicht grundsätzlich verteufeln (und so vielleicht die Anwender noch mehr gegen sich aufbringen….). Mit einem etwas wohlwollenderen Blick auf die Schatten-IT können die Profis die dadurch zutage tretende hohe Aufgabenorientiertheit und Fokussierung der Fachabteilungen auf die eigenen internen Prozesse auch als Knowhow und Innovation begreifen und für sich nutzen. Helfen können ihnen dabei dann ausgereifte Client-Management-Lösungen, wie die modular aufgebaute ACMP Suite von Aagon.

Durch ihren Einsatz sind IT-Verantwortliche in der Lage, auch mittels der Software-Inventarisierung in Zusammenarbeit mit dem Application Usage Tracking (AUT), die nicht offiziell, „schwarz eingeführten“ Verfahren und Programme problemlos aufzudecken. Die zuvor so böse Schatten-IT kann so zu einem produktiv genutzten Teil des Firmennetzwerks werden, der den IT-Profis keine unruhigen Nächte mehr beschert.