Rote Karte im Büro - Wieviel WM ist erlaubt?

Die Fußball-Weltmeisterschaft ist in vollem Gange und auch die deutsche Mannschaft schlägt sich ganz passable. Während es am Anfang etwas holperig begann, scheint die Nationalelf nun ins Turnier gefunden zu haben. Dennoch gibt es ein Problem. Schon in der Vorrunde kollidiert die Spielzeit mit den regelmäßigen Arbeitszeiten vieler Arbeitnehmer. Wir geben Tipps, wie Sie trotzdem ungetrübt in den vollen WM-Genuß kommen.

Wieviel WM ist denn nun im Büro erlaubt? Darf ich im Trikot kommen und das Spiel meiner Lieblingsmannschaft per Live-Stream verfolgen? Wie ist es mit dem Sieges-Bier oder kann ich am Spieltag auch einfach zu Hause bleiben? Wichtige Fragen, die die Fans der deutschen Nationalmannschaft zur Zeit bewegen. 

Gelbe Karte für Radio, Live-Stream und Ticker

Ein Live-Stream ist in vielen Büros nicht unbedingt erlaubt. Ausschlaggebend ist nicht nur die Lärmbelastung, sondern auch die Aufmerksamkeit, die bei einem laufenden Stream nicht unbedingt der Arbeit gewidmet ist. 

Eine Grauzone sind Radio und Live-Ticker zu den Spielen. In manchen Büros läuft ohnehin das Radio, ein Live-Ticker in einem zweiten Browserfenster ist häufig auch erlaubt. Aber auch hier gilt: Solange es nicht ausdrücklich erlaubt ist, sollte man auf diese Dinge verzichten, besonders auch dann, wenn sie andere bei der Arbeit stören könnten oder sich kontraproduktiv auf die Aufmerksamkeit des Arbeitnehmers auswirken können.

 Dafür gibt es die rote Karte

Das schlimmste was einem Fußballer passieren kann, ist die rote Karte. Rote Karten kann es aber auch am Arbeitsplatz geben, wenn die Begeisterung zur Fußball-WM etwas zu großzügig ausgelegt wird. Glücklicherweise sind wie im Fußball auch im Arbeitsleben die wichtigsten Regeln definiert.

Die rote Karte gibt es unter anderem für Alkohol am Arbeitsplatz. Auch wenn das eine oder andere Bierchen vielleicht ausnahmsweise vielleicht doch erlaubt ist, sollte man unbedingt darauf achten sich nicht komplett volllaufen zu lassen. Wieviel wir nach der Arbeit trinken, dürfte dem Chef relativ egal sein. Während der Arbeitszeit ist Alkohol verboten und die Arbeitsleistung darf nicht beeinträchtigt sein. Das gilt übrigens auch für den Restalkohol „am Tag danach“.

Auch „spontanes“ Krankfeiern um das Deutschland-Spiel gucken zu können ist Grund für eine rote Karte und kann sogar zur fristlosen Kündigung führen. Hier sollte man also lieber einen Tag Urlaub nehmen oder, falls man wirklich krank ist, schon am ersten Tag ein entsprechendes Arztattest vorlegen können. 
Übrigens darf der Arbeitgeber den Urlaub auch verweigern, aber nur, wenn dem gerade „dringende betriebliche Belange" im Wege stehen. Die Chance dafür ist leider relativ hoch, wenn alle gleichzeitig Urlaub nehmen wollen...

 

Unser WM-Tipp:

Der beste Weg die Fußball-WM zu genießen ist immer noch das gemeinsame Feiern mit Kollegen oder zumindest wenn alle einverstanden sind, dieselben Regeln zum Feiern zu befolgen. Klare Kommunikation mit den Kollegen und vor allem dem Chef erspart eine Menge Ärger und kann schon im Vorfeld für gute Stimmung sorgen.

Bei Aagon fiebern wir übrigens gemeinsam mit den Jungs von Jogi Löw!