5 Tipps zum Datenschutz für Unternehmen

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung ist aktuell wie nie: Rund ein Dreivierteljahr nach ihrem Inkrafttreten stellt sie viele Unternehmen noch immer vor große Herausforderungen. Datenschutz bedeutet eine hohe Verantwortung sowohl für die Rechts- als auch für die IT-Abteilung einer Firma. Was können Unternehmen tun, um Daten bestmöglich und DSGVO-konform zu sichern?

Mit fortschrittlichen IT-Strukturen, einer guten rechtlichen Erfahrung im Rücken und der richtigen Herangehensweise können sich Unternehmen bestens aufstellen. Für noch mehr Sicherheit geben wir fünf Tipps zum Datenschutz für Unternehmen.



1. Datenschutz-Überblick gewinnen

Für ein umfassendes Verständnis aller datenschutzbezogenen Vorgänge im Unternehmen ist es wichtig, einen Überblick über die vorhandenen Strukturen zu gewinnen. Finden Sie heraus, welche Daten gesammelt werden und wo genau diese gespeichert sind. Halten Sie die Ergebnisse fest und notieren Sie, wer konkret auf welche Daten zugreifen kann. Stellen Sie sicher, dass Technologie-Dienstleister und Partner mit den Daten ordnungsgemäß umgehen. Denken Sie zum Schluss daran, die Informationen im sogenannten „Verfahrensverzeichnis“ zu dokumentieren.

2. Datenschutz-Risiken identifizieren

Bedrohungen für Datenschutz und Datensicherheit sind vielfältig und begegnen Unternehmen sowohl auf technischer als auch auf organisatorischer Ebene. Kennen Sie alle Risiken, die mit der Verarbeitung personenbezogener Daten durch Ihr Unternehmen verbunden sind? Können Sie diese vollumfänglich steuern oder benötigen Sie hierfür die Hilfe von Dienstleistern? Welche externen Faktoren könnten Ihre geschäftlichen Aktivitäten in Gefahr bringen? Die Ergebnisse Ihrer Risikoanalyse sind in der Datenschutz-Folgenabschätzung‎ (DSFA) festzuhalten.

3. IT-Sicherheit stärken

Die DSGVO geht dezidiert auf das Thema Datensicherheit ein: Artikel 32 („Sicherheit der Verarbeitung“) schreibt vor, dass ein „dem Risiko angemessenes Schutzniveau“ zu gewährleisten ist. Datenschutz beginnt mit IT-Sicherheit: Neben dem Einsatz von starken Passwörtern und Verschlüsselungstechnik kommt es deshalb besonders auf eine gut durchdachte IT-Governance an. Die Einführung einer fortschrittlichen Clientmanagement-Lösung kann hierbei eine wichtige Rolle spielen.

4. Datenschutzstrategie entwickeln

Die Komplexität permanent mit Gesetzesveränderungen Schritt halten zu müssen, wird häufig unterschätzt. Eine ganzheitliche Datenschutzstrategie hilft Unternehmen dabei, flexibel reagieren zu können. Wenn Sie die aktuellen Entwicklungen beim nationalen und internationalen Datenschutzrecht immer im Auge behalten, können Sie schneller auf neue Rechtslagen eingehen. Die Strategie sollte auch klar definierte Regeln für einen schnellen Umgang im Bedrohungsfall beinhalten.

5. Datenschutzbeauftragten benennen

Einen Datenschutzbeauftragten hat nicht nur die Bundesregierung: Auch für Unternehmen ist es in den meisten Fällen sinnvoll, einen zentralen Ansprechpartner zu benennen, der den Überblick behält und kontinuierlich die Datenschutz-Compliance überprüft. Er hilft dabei, Transparenz zu schaffen – bei Kunden und gegenüber den Mitarbeitern. Zudem bildet er die Schnittstelle zu den Aufsichtsbehörden.



Hinweis: Dieser Artikel dient nur dem unverbindlichen Informationszweck und stellt keine Rechtsberatung dar.