Panasonic Electronic

Ganzheitliche Administration aller Arbeitsplatzrechner

„ACMP“ von Aagon – statt „Inventory Manager“ von Landesk – regelt nun das Client-Management bei Panasonic Electronic Devices Europe (PEDEU). Der Hersteller aus Lüneburg, der unter anderem Automobil-Lautsprecher, Haushaltsgeräte und Funkanwendungen entwickelt, setzt auf eine „ganzheitliche Administration aller Arbeitsplatzrechner“ und spart damit Aufwand.

„Wir waren mit der eingesetzten Lösung nicht so ganz glücklich“, erinnert sich Mathias Stebner, IT-Projektmanager bei der Panasonic Electronic Devices Europe GmbH. Gemeint ist der „Inventory Manager“ von Landesk. Als Anfang 2009 wie geplant die Management-Suite desselben Herstellers auch die Prozesse der automatischen Verteilung von Software übernehmen sollte, wollten die IT-Verantwortlichen weitere Alternativen prüfen.

Nach der Verlagerung der Fertigung in das Manufacturing Center in der Slowakei arbeiten in Deutschland heute bei der Panasonic Electronic Devices Europe GmbH rund 180 Mitarbeiter in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Marketing.

Unternehmensprofil

PEDEU gehört zum japanische Panasonic Electronic Devices (PED) Konzern, ein global operierendes Mitglied der Panasonic-Gruppe aus dem Elektronik-Bereich. Am Standort Lüneburg entwickeln die Ingenieure der deutschen Tochtergesellschaft unter anderem Lautsprecher für die Automobilindustrie und Ladegeräte für Batterien aller Art, sowie Elektroniken für Haushaltsgeräte und Funkanwendungen.

Gesucht: leistungsstark und einfach

Da die Administratoren die bisherige Lösung für verbesserungsbedürftig erachteten, gingen sie 2009 auf die Suche nach Alternativen. Die Client-Management-Lösung sollte beispielsweise die initiale Softwareverteilung auf einen neuen Client nicht per Image, sondern über ein so genanntes Silent-Setup ermöglichen.

Projektleiter Stebner erläutert: „Wir tauschen unsere Arbeitsplatzrechner alle vier Jahre im Rahmen eines Leasing-Vertrags aus. Das bedeutet für uns pro Jahr rund 80 neue Rechner, die sich bei der Hardware-Ausstattung immer weiterentwickeln. Imaging hätte uns daher nicht weitergebracht, sondern eher noch mehr Arbeit verursacht.“

„Des Weiteren war es für PEDEU wichtig, dass die Werkzeuge zur Inventarisierung von Hard- und Software, Softwareverteilung, Lizenz-Management und Fernwartung möglichst nahtlos zusammenarbeiten. Denn Insellösungen können mittel- bis langfristig übergreifende Administrationsprozesse nicht optimieren.

Zudem standen für das Unternehmen sowohl eine Zertifizierung nach ISO 27001 sowie jährliche SOX-Audits auf der Tagesordnung, sodass auch die Reporting-Funktion des Client-Managements eine entscheidende Rolle spielte. Weitere Kriterien waren zudem Bedienerfreundlichkeit, Investitionsschutz, Unterstützung auch älterer Client-Betriebssysteme wie Windows 95 und 98, automatische Deinstallation von bereits vorhandener Software sowie die Möglichkeit, das System später um einen integrierten Helpdesk zu erweitern.

Herausforderung

Für den japanischen Konzern spielt quer durch alle Gesellschaften Effizienz eine tragende Rolle. Dabei müssen sich auch interne Dienstleister wie die IT-Abteilung regelmäßig beweisen und ihre Prozesse laufend hinterfragen und gegebenenfalls optimieren.
Das bildet den Hintergrund dafür, dass die Administratoren in Lüneburg Anfang 2008 mit der automatisierten Inventarisierung von Hard- und Software ihrer rund 320 Arbeitsplatzrechner und 30 Server am lokalen Standort begonnen haben.

Auf dem Prüfstand

Eher zufällig stieß Stebner auf der CeBIT 2009 auf den Softwarehersteller Aagon aus Soest, der dort seine Client-Management-Suite ACMP präsentierte. Der Projektleiter lud den Anbieter zu einer vertiefenden Präsentation im Anschluss an die Messe ein.

Bei Panasonic vor Ort musste sich Aagon den zahlreichen Fragen der IT-Mannschaft stellen. „Im Anschluss dran haben wir mit Hilfe einer Balanced Scorecard die Produkte von Landesk und Aagon miteinander verglichen“, berichtet Stebner. Das Ergebnis fiel zu Gunsten von ACMP aus. Dabei spielte sowohl der Funktionsumfang als auch der Preis eine Rolle.

Das Rollout

Vor der Installation bei PEDEU stand die einwöchige Schulung des Projektleiters bei Aagon an: „In einer kleinen Gruppe habe ich dabei meinen Wissensstand vertieft und gleichzeitig wertvolle Informationen für die Planung der Einführung gesammelt“, so Stebner. „Eine weitere Schulungswoche haben wir auch nach der Installation in Anspruch genommen, auf der ein Kollege dann alle zwischenzeitlich aufgetretenen Fragen klären konnte“.

Im Anschluss an das erste Training machten sich die Administratoren dann an das Rollout von ACMP. Zunächst installierte Stebner dazu die Server-Komponente auf einem dedizierten virtuellen Server unter „VMware ESX“. Neben der Unabhängigkeit von der Server-Hardware hat dies den Vorteil einer hohen Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit. Im Anschluss verteilte das Administratorenteam ACMP-Clients mit Hilfe des Push-Mechanismus der Software auf alle PCs im Unternehmen, die mit dem Produktivnetzwerk verbunden waren.

Inventarisierung der Offline-Rechner

In den Entwicklungslabors von Panasonic gibt es auch zahlreiche Rechner, die entweder ohne Netzanschluss arbeiten oder in einem abgeschotteten Labornetz hängen. Stebner und seine Kollegen inventarisierten diese Maschinen per Hand mit Hilfe eines Skripts auf einem USB-Stick. Auf diese Weise können sie auch die Daten der „Offline-Rechner“ im Lizenz-Management berücksichtigen, in ihre SOX-Berichte integrieren und den aktuellen Bestand regelmäßig an die Zentrale in Japan melden.
Im nächsten Schritt wurden Softwarepakete für die Anwendungen erstellt, die später zur Installation auf neuen Rechnern zur Auswahl stehen sollen. Hierzu gehören bei PEDEU unter anderem Microsoft Office 2003“ in den Versionen „Standard“ und „Professional“ sowie in den Sprachvarianten Deutsch, Englisch und Japanisch.

Zu den weiteren rund 30 Paketen gehören zudem „Visio“, „MS Project“, „SAP GUI“, „Java“, „Acrobat Reader“ und alternative Web-Browser wie „Firefox“. Gute Hilfe leistete bei der Paketerstellung ein speziell für diesen Zweck entwickeltes Tool von Aagon, das auch bei der vorbereitenden Schulung genau erklärt wurde.

Mehr als 50 Prozent Zeitersparnis

Kommt heute ein neuer Rechner bei den Administratoren an, geht alles ganz schnell. Zunächst booten sie den Rechner mit bereits installiertem „Windows XP“ und weisen den PC ihrer Windows-Domäne zu. Ab dann übernimmt ACMP und inventarisiert zunächst die Hardware sowie den Patch-Stand der neuen Maschine.

Im Anschluss installiert die Client-Management-Suite quasi automatisch je nach Bestimmung des Arbeitsplatzes alle notwendigen Treiber sowie die gewünschte Software und aktualisiert im gleichen Zug den Lizenzstand in der Lizenzverwaltung.
„Früher war für die Bereitstellung eines neuen Rechners ein Mitarbeiter gut einen halben Tag beschäftigt“, rechnet Stebner vor. „Heute dauert das ganze knapp zwei Stunden und wir können auch noch andere Dinge nebenher erledigen. ACMP spart uns allein hier mindestens einen Personenmonat pro Jahr“.

Ebenfalls begeistert zeigt sich der Administrator von den „Client Commands“ genannten Befehlsskripten von ACMP. Diese helfen unter anderem dabei, Netzwerkdrucker zu verbinden, den Virenschutz auf dem aktuellen Stand zu halten und automatisch aus dem LDAP-Benutzerverzeichnis eine Telefonliste in HTML für das Intranet zu erstellen. „Für unsere SOX-Berichte ist es zudem wichtig, die lokalen Administratorrechte auf den Rechnern auszulesen, was mit ACMP jetzt reibungslos funktioniert“, erläutert Stebner.

In der Pipeline

Auch für die Zukunft hat das Team um den Projektleiter noch viel vor. So ist die Einführung eines Helpdesks bereits beschlossene Sache. Zudem liebäugelt der Administrator mit der Steuerung der USB-Schnittstellen der Clients, um dort nur autorisierte USB-Sticks zuzulassen. Auch hier können dann wieder die Client Commands von ACMP in Kombination mit einem kleinen Tool ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen.

Fazit

„Insgesamt haben wir rund drei Monate in das Projekt investiert, aber die Zeit hat sich auf alle Fälle gelohnt“, resümiert Mathias Stebner. „Wir verfügen jetzt über ein einfach zu bedienendes und gleichzeitig sehr mächtiges Client-Management-System, das uns eine ganzheitliche Administration aller Arbeitsplatzrechner ermöglicht und unsere Arbeit sehr effizient macht – ganz im Sinne unseres Konzerns.“


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