MT Aerospace

Bodenständige IT für Luft- und Raumfahrttechnik

Der auf die Raumfahrt und Flugzeugindustrie spezialisierte Zulieferer MT Aerospace beliefert von Deutschland aus Größen wie die Arianespace und Airbus mit notwendigen Bauteilen. Über verschiedene Standortgrenzen hinweg gilt es für die IT-Abteilung eine Windows-Domäne mit rund 570 Benutzern effektiv und anwenderfreundlich zu verwalten.

Ariane5

Im Bereich Raumfahrt entwickelt und fertigt die im Jahre 2005 aus der Übernahme der MAN Technologie AG durch die OHB Technology hervorgegangene MT Aerospace Komponenten und Subsysteme für Trägerraketen,Satteliten und Orbit-Transfersysteme. Rund zehn Prozent der Bauteile der derzeit eingesetzten europäischen Trägerrakete Ariane 5 stammen aus dem bayerischen Werk.In den Firmenhallen finden sich beispielsweise die gigantischen Metallbauteile für die als Booster benannten Feststoffraketen ebenso wie die ebenfalls großen, aber extrem leichten Wassertanks aus Kohle-Faser-Verbundstoff für die aktuellen Airbus-Modelle.

Während der Unternehmensschwerpunkt förmlich in höheren Sphären zu suchen ist, so ist die Arbeit der IT-Mitarbeiter in erster Linie bodenständig. Es gilt eine Umgebung mit rund 650 Computern in einer Windows-Domäne effektiv zu verwalten. Wie beinahe alle Firmen aus dem Mittelstand, so ist auch das Netzwerk von MT Aerospace über verschiedene Standorte verteilt. Eine größere Niederlassung in Mainz mit rund 50 Arbeitsplätzen und eine kleinere Dependance in Gersthofen bei Augsburg wird durch die insgesamt elf Personen starke ITAbteilung betreut. Die IT-Mannschaft unterteilt sich in zwei Schwerpunktbereiche – der mit sechs Personen besetzten Anwendungsentwicklung mit Anwendungsbetreuung und die mit fünf Mitarbeitern besetzte Basisbetreuung die sich um die Server-, Client- und Netzwerkumgebung bemüht. Die weiteren Außenstellen des Unternehmens in England und in Französisch-Guyana werden nicht durch das Team aus Augsburg betreut.

Traditionell setzen die EDV-Verantwortlichen bei MT Aerospace auf Windows-Clients mit einem möglichst fest vorgegebenen Lebenszyklus. Der Einsatz von Terminaltechnologie wurde zwar in der Vergangenheit schon einmal näher betrachtet, doch typische Windows-PCs entsprechen eher dem im Unternehmen geforderten Leistungsprofil. Das Ansinnen der vorgegebenen Laufzeit beruht auf dem Wunsch der IT-Abteilung, möglichst einheitliche Client-PCs im Einsatz zu haben. Somit wird die Geräte-Struktur übersichtlich, Eigenheiten und Spezifikationen der Geräte sind dem Support und der Roll-Out-Mannschaft wohlbekannt. Notwendigerweise erfordert der Wunsch nach einer möglichst homogenen Client- System-Umgebung einen einheitlichen Installationsvorgang. Dazu wurden vor der Einführung einer Client-Management Lösung die Unattended Installation und das Einspielen von Images im abschließenden Sysprep benutzt – typische Windows-Bordmittel. Mit der Zeit stieg die Anzahl der permanent im Image vorgehaltenen Treiber-Dateien immer weiter an, um mit einem Installations-Medium alle im Unternehmen befindlichen PCs einrichten zu können. Da die Installationen von Service Packs für das Betriebssystem den Client-PC auf längere Zeit beanspruchen, verzichtet die EDV-Abteilung auf eine automatisierte Installation über WSUS. Folglich mussten Service Packs manuell durch den Support-Mitarbeiter eingespielt werden. Eine gleichzeitig gelebte Flexibilität bei der Bereitstellung von Software-Paketen führte einerseits dazu, dass eine nicht näher bekannte Anzahl von Benutzern über lokale Administrationsrechte verfügte und die Lizenz-Überwachung insgesamt schwierig war.

Zeit für ein Systemmanagement

Im Jahre 2006 war der Zeitpunkt gekommen, dass sich bei der Verwaltung des Netzwerks etwas ändern musste, erinnert sich Manfred Waldukat, bei MT Aerospace für den IT-Betrieb,Netzwerke und die IT-Sicherheit zuständig. Die Geschäftsführung des Unternehmens forderte seinerzeit die Abteilungen auf, Vorschläge zur Optimierung von Prozessen einzureichen. Aus der EDV wurden mögliche Einsparungen durch die Einführung einer vernünftigen Client-Management- Lösung benannt.Im ersten Schritt ging es um eine Auswahl geeigneter Lösungen – die Produkte von vier Anbietern wurden näher begutachtet – das Gespann aus ACK und ACMP von Aagon, LDMS von Landesk, die Client Suite von enteo / Frontrange und die BMS von Baramundi, die ebenfalls ihren Sitz in Augsburg hat. Schon nach kurzer Zeit standen nur noch ACMP und BMS zur Auswahl. Beide Programme vermochten die primären Problemstellungen, eine Softwareverteilung die ohne lokale Administrationsrechte auskommt, eine Inventarisierung der kompletten Hard- und Software und eine Lizenzverwaltung die die Verträge abbildet, lösen. Die Wahl fiel auf die Programme ACK und ACMP aus dem westfälischen Softwarehaus Aagon, da diese die Anforderungen komplett abdeckten und gleichzeitig kostengünstiger waren als die BMS.

Pragmatisch einfache Einführung

Schon vor der eigentlichen Installation der Software hatte sich Manfred Waldukat mit dem Programm vertraut gemacht. Dank einer Testinstallation von ACMP von einer Heft-CD eines Computermagazins bestand schon im Vorfeld die Möglichkeit einzelne Funktionen näher zu betrachten. Sowohl die Installation, als auch die Verwendung sei selbsterklärend, so der 54-jährige. Als bemerkenswert wird die Skript-Sprache “Client Commands” eingestuft, die sich auch einem Nicht-Programmierer schnell erschließt. Die Einrichtung der heutigen Produktivumgebung wurde durch einen Aagon-Consultant unterstützt. Die Administratorenschulung fand im Rahmen der Einführung statt. Die ersten Softwareverteilungspakete, dynamische Gruppierungen von Client-Computern und Reports wurden am tatsächlichen Bedarf erstellt. Nach einigen Wochen des Betriebs, folgte ein zweiter Schulungstermin für die Feinheiten und Tipps. Eines der ersten größeren Verteilungsprojekte bei MT Aerospace war das aktuelle Microsoft Office 2007. Anstelle jedem Mitarbeiter quasi über das Wochenende die neue Standardbürosoftware auf den Rechner zu installieren, wählten die Verantwortlichen einen für den Benutzer deutlich freundlicheren Weg. Eine Ankündigung über das Intranet, die jeder Benutzer bei Anmeldung zu Gesicht bekommt, informierte die Belegschaft über den anstehenden Wechsel von Microsoft Office 2003 zu dessen Nachfolger unter Hinweisen wie Installationsdauer und dem Datum des spätesten Wechsels. Da die Installation einige Zeit in Anspruch nimmt, hat es so der Benutzer selbst in der Hand, wann der richtige Zeitpunkt für den Wechsel ist.“Wir halten hier nichts von Gewaltaktionen und versuchen, eine Bevormundung durch die EDV-Abteilung zu vermeiden”, so Manfred Waldukat im Gespräch. Für die Beschäftigten bot MT Aerospace Informationsveranstaltungen mit einem externen Dozenten an, der über die Neuerungen und Änderungen im Office Paket zuvor informierte. Alle derzeit benötigten Programme, wie Acrobat Reader, Office-Programme, Archivierungssoftware, Service Packs oder SAPGUI stehen in Abhängigkeit zur Freigabe durch die IT-Administration dem Anwender selbst zur Installation zur Verfügung.

ACK, die Betriebssystem-Verteilungssoftware von Aagon, wurde zwar in einem Zuge mit der Client-Management- Software angeschafft, jedoch erst später eingeführt, als die personellen Ressourcen für das Projekt zur Verfügung standen. Selbst vom Computerhersteller vorinstallierte Rechner werden mit Hilfe von ACK auf die individuellen Bedürfnisse von MT Aerospace neu aufgesetzt. “Die vorinstallierten Systeme anzupassen, wäre ein viel zu großer zeitlicher Aufwand”,so Manfred Waldukat. Solange es einen Support für Windows XP gibt werde man auf die Einführung von Windows Vista zunächst verzichten, obwohl auch eine Verteilung von Vista per ACK kein technisches Problem darstellt.Wie in vielen anderen Unternehmen kann der praktische Nutzen von Windows Vista im Firmennetzwerk aktuell auch bei MT Aerospace nicht entdeckt werden. Ein stringentes Benennungsschema der Maschinen im Unternehmen hilft darüberhinaus bei der Bereitstellung von Daten für die Anlagenbuchhaltung in SAP.Bereits bei der Anschaffungsplanung wird die laufende Nummer für die Abteilungvergeben,was eine exakte Bestückung mit der benötigten Software anhand der Benennung ermöglicht.

Fazit

“Wir sparen durch die Einführung von ACK und ACMP Zeit. Es ist ein Bauchgefühl – aber es bleibt einfach mehr Zeit für andere Dinge. Darüberhinaus spart das System auch dem Anwender Zeit, beispielsweise bei der jährlich durchzuführenden Bestands- inventarkontrolle.”, fasst Manfred Waldukat nach zwei Jahren ACK/ACMP-Produktiveinsatz zusammen.


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